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KV-Anlage: Investition in die Zukunft

 

Die KV-Anlage – KV steht für kombinierter Verkehr – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hafengelände wird die Verkehrszweige Schiene und Straße sinnvoll vernetzen. Und das nicht nur im Containerumschlag, sondern auch im Umschlag von Sattelaufliegern und Wechselbrücken. Dieses Angebot fehlt trotz eines entsprechenden Bedarfs bislang in der Region. Neben den logistischen Vorteilen für Unternehmen wie etwa IKEA wird durch die KV-Anlage eine Entlastung des regionalen und überregionalen Straßenverkehrsnetzes erreicht, da LKW-Verkehre von der Straße auf die Schiene verlagert werden.
Stärkung von Hafen und Standort
Der Dortmunder Hafen kann damit auf die aktuelle Wettbewerbssituation im Logistikgeschäft reagieren und sein Leistungsportfolio marktgerecht erweitern. Hiermit sollen nicht nur Bestandskunden gehalten, sondern auch Neukunden gewonnen werden. Zugleich wird der Logistik- und Wirtschaftsstandort Dortmund gestärkt und dessen Arbeitsplätze – rund um den Hafen sind das ca. 5.000, in der Logistikbranche in der Region ca. 26.000.

Gelände »Am Hafenbahnhof«
Die neue Anlage wird auf dem Gelände des früheren Bahnhofs Nord der DE Infrastruktur GmbH (DI) errrichtet werden. Entscheidend für die Auswahl des Areals westlich der Franz-Schlüter-Straße war vor allem die Anbindung an die Gleisanlagen der DI und damit an die öffentliche Eisenbahninfrastruktur
sowie an das Straßen- und Autobahnnetz. Bau in zwei Stufen Die KV-Anlage soll in zwei Baustufen realisiert werden. In der ersten Baustufe werden vier Umschlaggleise mit etwa 700 Metern Länge, je einer Fahr-, Lade- und Rückfahrtspur für LKW und fünf Containerabstellspuren geschaffen sowie ein Containerportalkran und eine Terminalzugmaschine beschafft. 103.000 Ladeeinheiten können auf dem Gelände mit einer Größe von ca. 70.000 m2 pro Jahr umgeschlagen werden. In einer zweiten Baustufe kann die Container-Depotfläche um weitere 25.000 m2 ausgeweitet werden. Im Endausbau ist dieKV-Anlage damit für bis zu 150.000 Ladeeinheiten pro Jahr ausgelegt.

Planfeststellung und Förderantrag
Bis es zum Baubeginn am 3. September 2014 kommen konnte, waren für DSW21-Projektleiterin Kristina Rummeld und die weiteren Beteiligten aufwändige Vorarbeiten nötig. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wurden sämtliche Einwendungen von Bürgern und Trägern öffentlicher Belange berücksichtigt. Folgerichtig erging im November 2012 der Planfeststellungsbeschluss durch die Bezirksregierung Arnsberg. Investor der KV-Anlage ist DSW21, die 7,7 Mio. € in die Anlage investiert. Beim Förderantrag des Eisenbahnbundesamtes (EBA) reichte das Unternehmen einen  Förderantrag von 31,2 Mio. € ein, die Förderhöhe wurde zu 75,3 % ermittelt. Mit dem Erhalt des Zuwendungsbescheides im Dezember 2013 rückte die Realisierung des Projektes wieder ein Stück näher. Inbetriebnahme 2015/2016 Nachdem der Aufsichtsrat von DSW21 am 26. März 2014 dem Bau der Anlage zugestimmt hatte, gab es grünes Licht für die Umsetzung der Baumaßnahme. Die Vergabe der Bauleistungen und des Containerportalkrans erfolgte im Sommer, die Ausschreibung des Betriebes der Anlage nach dem Jahrewechsel 2014/2015.
Die Planung und Errichtung erfolgt in enger Abstimmung mit der duisport-Gruppe (Duisburger Hafen AG), mit der die Dortmunder Hafen AG einen Kooperationsvertrag unterhält. Die Bauzeit wird etwa ein Jahr betragen, sodass die KV-Anlage um den Jahreswechsel 2015/2016 in Betrieb gehen kann.