Mobilität + Logistik
Energie + Wasser
Lebensräume
Datennetze

 

35 Jahre H-Bahn

Im Vergleich mit der seit 35 Jahren autonom und völlig schadstofffrei fahrenden Großkabinen-Hängebahn hat das Auto – heute bekannt für seine Konstruktionsmängel -- natürlich das Nachsehen. Passend dazu ist der Opel mit dem Spruch „Neben der H-Bahn sehe ich ganz schön alt aus – dabei sind wird der gleiche Jahrgang“ beklebt.

„Die ganze Welt spricht derzeit vom schadstofffreien Elektroantrieb und vom Autonomen Fahren. Wir haben hier in Dortmund beide Themen bereits vor 35 Jahren umgesetzt. Damit waren wir damals der Zeit voraus und sind es heute immer noch“, sagt H-Bahn21-Geschäftsführer Elmar Middeldorf und fügt an: „Das Jubiläumsjahr ist natürlich ein willkommener Anlass, um die Vorzüge der H-Bahn nochmal hervorzuheben und aufzeigen, wie gut unsere Technik zum Zeitgeist passt.“

Die Dortmunder Großkabinen-Hängebahn war 1984 das erste fahrer- und begleiterlose vollautomatische Beförderungssystem in Deutschland, das allen gesetzlichen Standards entsprach. Sie weist eine Verfügbarkeit von mehr als 99 Prozent auf. Während des Semesters werden auf dem mehr als drei Kilometer langen Streckennetz täglich etwa 7.000 Fahrgäste emissionsfrei befördert – seit Betriebsbeginn in 1984 waren es insgesamt fast 40 Millionen Fahrgäste.
 
Die Idee zu der Outdoor-Aktion entstand in der Unternehmenskommunikation von DSW21. „Beide Fahrzeuge waren mal Zukunft, nur das eine wurde eben sehr schnell Vergangenheit. Hier zeigt sich auch die Belastbarkeit von Visionen oder wie Miles Davis sagte: Nimm nicht die erste Idee, nimm die Nächste. Jetzt steht neben der H-Bahn ein Auto, das für einen 20-Jährigen so aussieht, als käme es aus der automobilen Steinzeit“, sagt Thomas Steffen aus der DSW21-Unternehmenskommunikation. „Die Aktion hat das Potential, gerade in den sozialen Medien eine gewisse Reichweite zu erzielen. Wir sind gespannt, wie sich das Ganze noch entwickelt.“

Der Opel-Kadett, der von einem Privatmann erworben wurde, wird bis Jahresende an verschiedenen Stellen des H-Bahn-Streckennetzes positioniert, so dass möglichst viele Menschen an ihm vorbeikommen. Was danach mit dem Fahrzeug passiert, ist noch offen. „Vielleicht können wir mit unserer Aktion den ein oder anderen Künstler inspirieren. Wenn jemand eine kreative Idee für das Auto abseits der Straße hat, hören wir uns das gerne an“, so H-Bahn21-Geschäftsführer Elmar Middeldorf.