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Die Schleuse Henrichenburg während der Reparaturarbeiten

 

Notbetrieb endet schneller

Der Einsatz von Hafenanliegern, Fürsprechern aus Stadt, Land und Bund sowie der Dortmunder Hafen AG zeigt Wirkung: Der ursprünglich vom 1. August bis Ende November 2019 terminierte Notbetrieb an der Schleuse Henrichenburg endet nach einer aktuellen Information des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich bereits am 17. September 2019. Ab dann können Schiffe wieder uneingeschränkt und nicht nur in den Abend- und Nachtstunden nach Dortmund gelangen.

„Wir freuen uns über die beschleunigten Grundinstandsetzungsarbeiten und fühlen uns in unserem weiteren Einsatz für eine zusätzliche Schleuse bestärkt – wo ein Wille ist, ist offensichtlich auch ein Weg“, freut sich Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG.

Die Schleuse Henrichenburg ist für Schiffe von und nach Dortmund der einzige Zugang und kann nicht umfahren werden. Sie wird vom Bund betrieben und unterhalten. Die Schleuse passieren jährlich etwa 2.200 Schiffe, die rund 2,5 Millionen Tonnen Güter im Dortmunder Hafen umschlagen.

Um im Fall von Schleusenreparaturen Ausweichmöglichkeiten zu haben, fordert die Dortmunder Hafen AG den Bau einer zusätzlichen Schleusenkammer. „Eine größere Planungssicherheit wird auch Transporte über die Wasserstraße attraktiver machen – angesichts verstopfter Straßen und Autobahnen sowie der Herausforderungen des Klimawandels liegen hier große Chancen. Ein kanalgängiges Binnenschiff ersetzt rund 50 LKW“, unterstreicht Uwe Büscher.

Am 4. September wird Dortmunds Hafenchef vor dem Verkehrsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags Stellung zum Zustand der nordrhein-westfälischen Wasserwege beziehen und in der Anhörung auch die Notwendigkeit einer zusätzlichen Schleuse in Henrichenburg herausstellen.