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Im Bild sind elf der 13 Kundenbetreuer/-innen sowie Manfred Kossack (Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied DSW21), Stephanie Abendroth (Bereichsleitung Service und Einnahmesicherung DSW21), Sabine Poschmann (Mitglied des Bundestages) und Frank Neukirchen-Füsers (Geschäftsführer JobCenter Dortmund, v.l.) zu sehen.

 

13 neue Kundenbetreuer

Förderprogramme für Langzeitarbeitslose gab es immer mal wieder. Doch oft waren sie nur von kurzer Dauer, der bürokratische Aufwand hoch und die Inhalte immer wieder anders. Die Große Koalition hat zu Jahresbeginn das Teilhabechancengesetz auf den Weg gebracht. Es soll Langzeitarbeitslose nachhaltig in Arbeit vermitteln und dauerhaft realistische Chancen auf dem Arbeitsmarkt ermöglichen.

„Dieses Gesetz wurde explizit für Langzeitarbeitslose geschaffen, denen es besonders schwerfällt, den Weg zurück in das Berufsleben zu finden. Als besondere Anreize wurde eine lange Förderdauer, eine hohe Förderhöhe und ein begleitendes Coaching geschaffen, dass die Arbeitsaufnahme nachhaltig stärkt. Mit diesem Instrument können wir Menschen aus der Ferne zum Arbeitsmarkt zurück in die Mitte der Arbeitswelt und der Gesellschaft bringen“, erklärt der scheidende Jobcentergeschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers. Im Jobcenter Dortmund können insgesamt über zwei unterschiedliche Förderinstrumente des neuen Gesetzes 752 Förderungen vorgenommen werden, davon sind bereits 718 Stellen besetzt beziehungsweise in Anbahnung. Mit 95 bereits statistisch erfassten Förderfällen allein über §16e SGB II ist Dortmund deutschlandweit auf dem ersten Rang.

Die heimische Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann lobt die Entwicklungen in Dortmund: „Wir haben lange für den Sozialen Arbeitsmarkt gekämpft. Das Besondere ist, dass die neue Förderung nicht auf einem befristeten Programm basiert, sondern ein gesetzlich festverankertes Regelinstrument ist, das mithin langfristig gesichert ist. Umso schöner, dass mit DSW21 auch unser Dortmunder Nahverkehrsunternehmen zu den teilnehmenden Arbeitgebern, die Langzeitarbeitslosen eine berufliche Perspektive geben wollen, gehört.“

Die Dortmunder Stadtwerke engagieren sich seit Jahren für diese Personengruppe. So ist das Unternehmen beispielsweise auch Partner in der Initiative „Arbeit in Dortmund – Bündnis gegen Langzeitarbeitslosigkeit“.

Zum 1.Juni 2019 wurden 13 neue Kundebetreuer für zwei Jahre mit 30 Stunden pro Woche eingestellt. Sie helfen Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen, begleiten zum Sitzplatz, geben Fahrplanauskünfte und zeigen Präsenz. Unterwegs sind die Kundenbetreuer überwiegend im Dortmunder Süden, vor allem in der Nähe von Senioreneinrichtungen und an Markttagen.

Manfred Kossack, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied von DSW21, freut sich über die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Jobcenter: „Seit 2005 haben wir rund 600 Langzeitarbeitslosen die Chance gegeben, sich für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Das ist nicht nur für die Betroffenen eine gute Sache, auch unsere Fahrgäste profitieren von diesem zusätzlichen Angebot. Die Hilfe der Kundenbetreuer wird sehr geschätzt!“

DSW21 zahlen einen Arbeitslohn nach Tarif. Die Teilnehmenden erhalten einen richtigen Lohn, sind wieder unabhängig von staatlichen Leistungen und blicken sichtbar zufrieden in die Zukunft. Sie haben die Möglichkeit, sich für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Auch eine Bewerbung für den Fahrdienst oder den Servicebereich bei DSW21 ist damit im Anschluss an die Förderung möglich. Das Jobcenter zahlt im ersten Beschäftigungsjahr 75 Prozent der Lohnkosten und im zweiten Jahr 50 Prozent. Jobcoaches begleiten für sechs Monate den beruflichen Einstieg. Sie sind Ansprechpartner für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, falls anfängliche Schwierigkeiten bestehen.
Das Konzept geht auf: die Abbruchquote aller gegenwärtigen Förderungen in Dortmund liegt bei nicht einmal fünf Prozent.

Foto: Jörg Schimmel/DSW21

Im Bild sind elf der 13 Kundenbetreuer/-innen sowie Manfred Kossack (Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied DSW21), Stephanie Abendroth (Bereichsleitung Service und Einnahmesicherung DSW21), Sabine Poschmann (Mitglied des Bundestages) und Frank Neukirchen-Füsers (Geschäftsführer JobCenter Dortmund, v.l.) zu sehen