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Ausstellung zum d-port21

Volles Haus und prima Stimmung! Bei der Ausstellungseröffnung und Preisverleihung zur städtebaulichen Rahmenplanung für das Hafenquartier Nördliche Speicherstraße strahlten Caroline Nagel und Lene Zingenberg vom Siegerbüro COBE aus Kopenhagen mit ihrem Entwurf um die Wette. Es gab großen Applaus für die Ideen und Konzepte made in Denmark. Aber auch die 13 weiteren Wettbewerbsbeiträge stießen bei den gut und gerne 100 Gästen auf großes Interesse. Vor den Stellwänden entwickelten sich angeregte Diskussionen. Einhelliger Tenor: Die Qualität der eingereichten Arbeiten war außergewöhnlich hoch.

Das machten auch Planungsdezernent Ludger Wilde, Wirtschaftsförderer Thomas Westphal und Hafen-Vorstand Uwe Büscher bei ihrer Begrüßung deutlich. Büscher ist einer von drei Geschäftsführern der d-Port21 Entwicklungsgesellschaft, die eigens gegründet wurde, um mit dem Hafenquartier Nördliche Speicherstraße ähnlich dem Phoenix-See und der Stadtkrone-Ost die nächste Erfolgsstory unter Federführung der Dortmunder Stadtwerke zu schreiben. 49 Prozent an d-Port21 hält die Hafen AG – 51 Prozent liegen bei DSW21, die mit Finanzvorstand Jörg Jacoby und Projektentwickler Ludger Schürholz die beiden anderen Geschäftsführer der neuen Gesellschaft stellen.

Im Mittelpunkt der Ausstellungseröffnung und Preisverleihung im Studieninstitut Ruhr am Königswall 25 – 27 aber standen Caroline Nagel und Lene Zingenberg vom Kopenhagener Büro COBE, die den 29.000-Euro-Scheck für den Wettbewerbssieg entgegennahmen und anschließend ihre Rahmenplanung vorstellten. „Der Hafen hat tolles Potenzial, die Aufgabe ist sehr, sehr spannend“, leitete Projektleiterin Nagel ein. Denn auch wenn viele Barrieren wie die Hafenkante, die Gleise der Dortmunder Eisenbahn und die Mauer zur Kleingartenanlage zu berücksichtigen seien, habe man mit dem Entwurf den Anspruch verfolgt, ein „Quartier für alle“ zu entwickeln.

Wichtig ist COBE: Der Industriecharakter soll erhalten bleiben und die Geschichte so in die Zukunft überführt werden. Der Entwurf sieht die Promenade als „neues Gesicht des Hafens“, sieht etwa ein Drittel des rund zehn Hektar großen Areals für Grün- und Freiflächen vor und möchte den Autoverkehr am liebsten ganz aus dem Quartier heraushalten. „Dafür werden wir kämpfen“, sagte Caroline Nagel – und garnierte die Ankündigung mit einem charmanten Siegerlächeln.

Die Anwesenden werden das Ergebnis an der hohen Qualität der Entwürfe messen. Zahlreiche Anwohner und Mitglieder der „Hafeninitiative“ waren ebenso zur Ausstellungseröffnung gekommen wie der Ruhr-Nachrichten-Verleger Lambert Lensing-Wolff, der im Lensing Media Port an der Südlichen Speicherstraße die digitalen Aktivitäten bündeln will, und Gastronom Oliver Buschmann, „Käpt’n“ auf dem Event- und Partyschiff „Herr Walter“.

Gelegenheit zur Fortsetzung der Diskussion gibt es schon am 9. März um 18 Uhr in der Casa Portuguesa (Kleingartenverein Westerholz, Schäferstraße 196). Dann geht der Bürgerdialog in die nächste Runde.