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DSW21 begrüßt Corona-Rettungsschirm

Mit großer Erleichterung und Zustimmung haben die Dortmunder Stadtwerke – DSW21 die Entscheidung der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Kenntnis genommen, einen Corona-Rettungsschirm für die Verkehrsunternehmen aufzuspannen. Nachdem die Bundesregierung Anfang Juni im Rahmen ihres Konjunkturpakets bereits 2,5 Milliarden Euro bereitgestellt hatte, um die Corona-bedingten Erlöseinbrüche im ÖPNV zu kompensieren, sagt das Land NRW jetzt in einem ersten Schritt weitere 200 Millionen Euro zu – und stellt sogar noch weitere Aufstockungen in Aussicht.

„Das ist eine gute Nachricht für den ÖPNV, der unter den Corona-Einschränkungen massiv gelitten hat und sich erst ganz allmählich erholt“, sagt Hubert Jung, Verkehrsvorstand von DSW21. Nach dem Lockdown Mitte März sind die Fahrgastzahlen in den Bussen und Stadtbahnen des Dortmunder Verkehrsunternehmens zwischenzeitlich um 65 bis 70 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig hat DSW21 das Angebot sogar auf über 100 Prozent der üblichen Kapazitäten erhöht, damit die Fahrgäste großzügige Abstände einhalten konnten. „Das war eine zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger richtige Strategie“, so Hubert Jung. „Sie hat aber bei dramatisch sinkenden Einnahmen auch noch steigende Kosten verursacht.“

Inzwischen hat das Niveau wieder gut 52 Prozent der normalen Auslastung erreicht. Dennoch belaufen sich die Mindereinnahmen bei DSW21 bislang auf rund 6,5 Mio. €. Eine Summe, die in den nächsten Monaten noch deutlich ansteigen wird – auch wenn die Branche inzwischen große Anstrengungen unternimmt, um das Vertrauen der Fahrgäste zurückzugewinnen. So hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) für die Sommerferien gerade im Rahmen einer Dankeschön-Aktion die Gültigkeit der Abo-Tickets massiv erweitert.

Mit den rd. 500 Mio. €, die aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung auf NRW entfallen werden, und den 200 Mio. € Landesmitteln stehen in Nordrhein-Westfalen nun rd. 700 Mio. € für den ÖPNV zur Verfügung. Zudem hat die Landesregierung angekündigt, im Herbst zu überprüfen, ob diese Mittel ausreichen. Bis dahin werden die Verkehrsunternehmen ihre Mindereinnahmen an das Verkehrsministerium gemeldet haben. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei Verkehrsminister Hendrik Wüst, der sich auch auf Bundesebene konsequent für die Interessen des ÖPNV eingesetzt hat“, sagt Hubert Jung. „Ich bin zuversichtlich, dass der Pandemie-bedingte Schaden aus den jetzt geschnürten Paketen zu etwa 90 Prozent kompensiert werden kann. Wichtig ist, dass die Gelder in diesem Jahr zusätzlich fließen und somit nicht aus Haushaltsmitteln abgezweigt werden, die für wichtige Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr vorgesehen sind.“