Mobilität + Logistik
Energie + Wasser
Lebensräume
Datennetze

DSW21 verdoppelt Fahrten im Schulverkehr

Zum Schulbeginn am kommenden Mittwoch (12. August) schnürt DSW21 in den Morgen- und Mittagsstunden ein starkes Paket, damit Schülerinnen und Schüler in den Bussen und Bahnen so viel Raum wie möglich zur Verfügung steht: Mit insgesamt 441 Zusatzfahrten morgens und mittags wird das Angebot im Schulverkehr mehr als verdoppelt.

Vor der Corona-Pandemie fuhr in Dortmund an Schultagen eine große Zahl von Einsatz-Wagen in einem engen Zeitfenster möglichst gezielt Schulen und Schulzentren an. Durch diese zusätzlichen Busse konnte eine große Anzahl von Schüler*innen innerhalb kürzester Zeit direkt und meist ohne Umstieg den Schulweg zurücklegen. Um sicherzustellen, dass die jungen Fahrgäste so gut wie möglich Abstand halten können, hat DSW21 dieses bewährte Konzept nun grundlegend überarbeitet.

Das Konzept: Breite statt Spitze
Zwar werden auch weiterhin viele E-Wagen morgens und mittags unterwegs sein, die meisten Fahrten im Schulverkehr sind nun aber so genannte Verstärker- und Zusatzfahrten. Anstatt wie früher in der Spitze das Angebot zu ergänzen, wird es nun in der Breite verstärkt. Konkret heißt das: Kapazitäten und Takte werden über einen längeren Zeitraum morgens und mittags auf 21 stark nachgefragten Linien verdichtet. Das sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste so gut wie möglich in den Fahrzeugen verteilen können.
„Wir bereiten uns seit geraumer Zeit intensiv auf den Schulstart vor“, betont DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung. „Um die Bedürfnisse abzufragen, haben wir frühzeitig alle Dortmunder Schulen angeschrieben und um Rückmeldung sowie um eine zeitliche Staffelung von Schulbeginn und -schluss gebeten. Wir haben unser zusätzliches Angebot in der Morgen- und Mittagsspitze mehr als verdoppelt und sind damit sehr gut aufgestellt. An Schultagen rollt wirklich alles, was möglich ist.“
„Da es am Schuljahresbeginn meistens ein paar Tage dauert, bis sich alle Schülerinnen und Schüler an ihren Schulweg gewöhnt haben, werden wir genau hinschauen und Rückmeldungen von Fahrgästen und Schulen prüfen“, fährt Jung fort. „Es sollte jedoch klar sein, dass wir in der aktuellen Situation vor allem eine möglichst gute Verteilung der Schülerinnen und Schüler im Bus anstreben und damit gezielte Fahrtwünsche in der Regel nicht erfüllen können. Bisher gewohnte Direktverbindungen können also zugunsten des dichteren Taktangebots entfallen. Unser Tipp: Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig vor der Fahrt in der Elektronischen Fahrplanauskunft.“

Die Details: Verstärkungen auf 21 Linien
Die Buslinien 410, 423, 428, 430, 432, 433, 436, 437, 439, 441, 445, 447, 448, 449, 450, 452, 461, 462, 465, 470 und 471 werden an Schultagen über einen längeren Zeitraum morgens und mittags verstärkt, sodass sich die Nachfrage besser verteilt. Statt etwa, wie bisher, morgens die Spitze zwischen 7 und 8 Uhr abzudecken, werden die stärkeren Kapazitäten und dichteren Takte nun auf die Zeit zwischen etwa 6.30 Uhr und 9.30 Uhr ausgedehnt. Nachmittags wird das Angebot zwischen etwa 12 und 16 Uhr verdichtet. Dadurch halbieren sich auf vielen Verbindungen die Takte etwa von 30 auf 15 Minuten oder von 20 auf 10 Minuten. Das seit dem 11. Mai ausgeweitete Angebot im Stadtbahnbereich mit größeren Kapazitäten rundet das Paket ab. Ein verstärktes Angebot, von dem nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch Berufstätige und alle anderen Fahrgäste profitieren - besonders, wenn sie bei ihrer Fahrtplanung zeitlich flexibel sind.

Fahrgastinformation
Wie schon bei den E-Wagen üblich, sind die zusätzlichen Fahrten nur in der elektronischen Fahrplanauskunft im Web (www.bus-und-bahn.de, mobil: bub.mobi) oder in der DSW21- und VRR-App zu finden – und nicht in den Aushangfahrplänen an der Haltestelle oder im Fahrplanbuch. Fahrplanauskünfte gibt es zudem unter 01806.504030 (20 Cent/Anruf aus dem deutschen Festnetz; max. 60 Cent/Anruf aus dem Mobilfunknetz) und unter der kostenlosen Rufnummer 08003.504030 (Sprachcomputer).

Hintergrundinfo
Der Gesetzgeber hat den ÖPNV von Beginn der Corona-Pandemie an von der Verpflichtung zur Einhaltung eines Mindestabstands und vom Ansammlungsverbot ausgenommen. Dennoch konzentriert DSW21 alle Anstrengungen darauf, dass sich die Fahrgäste bestmöglich verteilen können – u.a. durch Taktverdichtungen und den Einsatz größerer Fahrzeuge. Weiterhin ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung an den Haltestellen sowie in Bussen und Bahnen Pflicht. Die Einhaltung wird von DSW21-Mitarbeiter*innen im Servicedienst überprüft.