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Eingeschränkter Betrieb nach Unfall, aber:

H-Bahn steuert neues Gleis an

Es klingt ein bisschen wie die Ironie des Schicksals: Da war die Haltestelle Campus Süd der H-Bahn gerade ausgebaut worden, die Weichen für eine Betriebsausweitung bereits gestellt, als am 15. Mai ein Lkw-Fahrer beim Entladen eines Containers die Hängebahn übersah. Die Folge waren 21 Leichtverletzte und ein erheblicher Sachschaden an der H-Bahn-Kabine sowie die Frage, wie es weitergeht.

Voraussichtlich bis in die zweite Jahreshälfte 2013 hinein fehlt der H-Bahn-Gesellschaft (HBAHN21) eines von vier Fahrzeugen. Die anderen drei würden zwar für den Betrieb der beiden Linien (Technologiezentrum – Universität S – Eichlinghofen / Campus Nord – Campus Süd) ausreichen, dies aber ohne Werkstatt-Reserve. HBAHN21-Geschäftsführer Rolf Schupp: „Jedes Fahrzeug muss einmal wöchentlich für einige Stunden zur Wartung in die Werkstatt, in dieser Zeit stehen jetzt nur zwei Bahnen zur Verfügung. Deshalb wird die Strecke Technologiezentrum – Universität S seit Mitte Mai montags und dienstags bis gegen Mittag ersatzweise mit Bussen befahren, der übrige Betrieb läuft planmäßig. Ab Oktober, also mit Beginn des Wintersemesters, werden wir montags bis freitags den Ersatzverkehr ab/bis Technologiezentrum jeweils tagsüber durchführen, um zu den Hauptverkehrszeiten mehr Kapazität auf der Strecke zwischen Campus Nord und Campus Süd zur Verfügung zu haben.“

Gestiegene Nachfrage

Genau aus diesem Grund war die Haltestelle Campus Süd im vergangenen Jahr um ein drittes Gleis samt Bahnsteig und Haltestellengebäude erweitert worden. In Stoßzeiten kann die H-Bahn jetzt bei Bedarf 24 Mal pro Stunde und Richtung zwischen Campus Nord und Campus Süd fahren und stündlich bis zu 2.160 Fahrgäste befördern. Von der H-BAHN21-Crew ist damit aber auch ein sehr hohes Maß an Flexibilität gefordert. Rolf Schupp: „Das bei dem Unfall beschädigte Fahrzeug fehlt uns natürlich an allen Ecken und Kanten. Das können wir nur ausgleichen, indem wir mit den Wartungsarbeiten morgens noch früher beginnen und dann genau schauen, wann der Bedarf am größten ist. Auf jeden Fall werden alle planmäßigen Fahrten zwischen Eichlinghofen und Universität S sowie zwischen Campus Nord und Campus Süd einschließlich Rufbetrieb, der in den frühen Morgen und späten Abendstunden stattfindet, mit der H-Bahn durchgeführt.“