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Der Leuchtturm am Hafen

Neue Bürogebäude sollen die Speicherstraße aufwerten. Es geht Schlag auf Schlag: Die Stadt hat jetzt die ersten beiden Privatinvestoren für die südliche Speicherstraße an der Angel. Das Dortmunder Medienhaus Lensing hat den Zuschlag für den Umbau des Speichergebäudes 2/2a erhalten. Im gleichen Atemzug errichten das Bauunternehmen Hofschröer GmbH & Co KG aus Lingen mit dem Immobilienentwickler Apodo Bauen + Wohnen am Santa Monika-Anleger ein sechsgeschossiges Bürogebäude.

Bei der Vorstellung beider Projekte erinnerte Oberbürgermeister (OB) Ullrich Sierau an die Versuche früherer Jahre, die Speicherstraße in die Zukunft zu führen. Nach langem Hin und Her, so der OB, habe man jetzt das Gefühl, an einem Punkt angekommen zu sein, an dem die Entwicklung nicht mehr zurückgedreht werden könne. Ganz im Gegenteil: Es geht Schlag auf Schlag. In wenigen Jahren wird sich die Speicherstraße in ein völlig neues Quartier verwandelt haben.

Der Leuchtturm

Mitte 2019 soll Baubeginn sein, kündigte Jörg Borchers, Geschäftsführer von Apodo, an. Geplante Bauzeit: 18 bis 20 Monate. Nach den Plänen des Büros Bräuning Höhne Architekten aus Esslingen entsteht am Santa Monika­Anleger ein sechsgeschossiges Bürogebäude, das seinem Arbeitstitel »Leuchtturm« alle Ehre macht: Seine transparente Glasfassade wird nachts leuchten. Im Innern stehen 3.300 m² Bruttogeschossfläche zur Verfügung – reichlich Raum für Start Up­Unternehmen und Firmen aus dem Digital­Bereich.

Der Ankermieter ist bereits gefunden

Das Weiterbildungsinstitut Wbi wechselt mit seiner Gründungstocher »garage ruhr« aus dem Hörder Stiftsforum in den »Leuchtturm« am Hafen. Neben einem Zugang vom Sunderweg wird sich das Gebäude auch zur ebenfalls geplanten Hafenpromenade öffnen. Wer dort drüber flaniert, gelangt über eine Freitreppe direkt ins erste Obergeschoss, kann es sich dort in einem Restaurant gemütlich machen und die Aussicht genießen. Rund 8 Mio. € wollen die Bauherren in den Leuchtturm investieren.

Der Lensing Media Port

Das Dortmunder Medienhaus Lensing will dem Speichergebäude 2/2a eine neue Karriere als Heimat für digitale Nutzungen bescheren. Verteilt über eine Fläche von rund 6.000 m², soll das Haus zu einer Ideenschmiede für Digitalagenturen und digitale Gründer werden.

Einer der ersten Mieter wird »Ruhr24«, die gemeinsame Digital­Tochter der Medienhäuser Lensing und Rubens. „Wir haben das Speichergebäude bereits seit zwei Jahren im Blick“, sagt Verleger Lambert Lensing­Wolff. „Arbeitsplätze am Wasser sind immer sensationell.“ Die Höhe der Investitionen beziffert Lambert Lensing­ Wolff auf einen Betrag zwischen 4 und 12 Mio. € – abhängig von der Ausstattung des Gebäudes und von der Ausführungsplanung, die sich nun anschließen muss. Der Entwurf aus dem Dortmunder Architektenbüro Schamp & Schmalöer sieht vor, den blauen Anbau 2a abzureißen und durch eine viergeschossige Veranstaltungshalle zu ersetzen.

Mit diesen Projekten gehe die Entwicklung des Hafenquartiers zu einem digitalen, urbanen Gründungs­ und Wissensquartier in großen Schritten voran, betont Thomas Westphal, Geschäftsführer der Dortmunder Wirtschaftsförderung. Das Ende ist noch lange nicht erreicht: Ende 2018 soll das Nachbar­Gebäude Speicherstraße 10 bis 20 auf den Markt kommen. Die Stadt flankiert das private Engagement mit der Erneuerung der Speicherstraße und der Hafenpromenade, deren Bau 2019 begonnen werden soll.

 

Stolz präsentieren die Architekten, der Investor, die Hafenleitung und die Stadtspitze den Entwurf für den neuen Medienport.