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Geschäftsjahr 2018 mit positiven Entwicklungen

Im Geschäftsjahr 2018 führten insbesondere die hohen Pensionsrückstellungen (39,2 Mio. €) infolge der anhaltenden Niedrigzinsphase bei DSW21 zu einem Defizit in Höhe von 35,2 Mio. €. Wird jedoch das Jahresergebnis 2018 vor Steuern und Zinsen ohne Sondereffekte betrachtet (EBIT), konnte DSW21 ein positives Ergebnis in Höhe von 57,4 Mio. € erzielen (2017: 31,0 Mio. €).

Pensionsrückstellungen bleiben eine Herausforderung
Geschäftsjahr 2018 mit positiven Entwicklungen

Im Geschäftsjahr 2018 führten insbesondere die hohen Pensionsrückstellungen (39,2 Mio. €) infolge der anhaltenden Niedrigzinsphase bei DSW21 zu einem Defizit in Höhe von 35,2 Mio. €. Wird jedoch das Jahresergebnis 2018 vor Steuern und Zinsen ohne Sondereffekte betrachtet (EBIT), konnte DSW21 ein positives Ergebnis in Höhe von 57,4 Mio. € erzielen (2017: 31,0 Mio. €). Ursächlich dafür ist vor allem ein verbessertes Beteiligungsergebnis in Höhe von 106,0 Mio. €, an dem DEW21, Gelsenwasser und RWE maßgeblichen Anteil haben.

Das Kerngeschäft von DSW21 ist und bleibt das Mobilitätsangebot mit Bussen und Bahnen. Über 130 Mio. Fahrgäste nutzten im abgelaufenen Geschäftsjahr dieses Angebot. Der Rückgang der Fahrgastzahlen im Vergleich zum Vorjahr (- 1,7%) ist vor allem auf den geringeren Anteil von Fahrten schwerbehinderter Fahrgäste zurückzuführen. Der Schwerbehindertenquotient sank von 7,49 % auf 6,96 %. Dies entspricht einem Rückgang von rund 0,8 Mio. Fahrten. Der Fehlbetrag für das Kerngeschäft, das Betriebsergebnis im Verkehrsbereich, ist gegenüber dem Vorjahr  um knapp 1 Mio. € auf 56 Mio. € gestiegen. Der Unterschied gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch höhere Personalaufwendungen infolge der Tariferhöhung ab März 2018 begründet, die durch höhere Verkehrserlöse nicht aufgefangen werden konnten.

Mobilität und Logistik: Ergebnisse über Plan

H-BAHN21 hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Gewinn in Höhe von 2,5 Mio. € abgeschlossen (Vj.: 0,2 Mio. €). Die Verbesserung des Ergebnisses ist maßgeblich auf den Verkauf der H-Bahn-Technologie an einen Investor zurückzuführen.
Dortmund Hafen verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 einen rückläufigen Güterumschlag insbesondere durch die temporäre Sperrung der Schleuse Henrichenburg sowie die Niedrigwassersituation auf den westdeutschen Flüssen im 2. Halbjahr 2018. Im Bereich der beladenen Container konnte ein deutliches Umschlagsplus erzielt werden. Für das Geschäftsjahr 2018 führt Dortmund Hafen einen Gewinn von 1,3 Mio. € an DSW21 ab.

Im Geschäftsjahr 2018 hat Dortmund Airport seine Passagierzahlen weiterhin steigern können und liegt mit einem Plus von 14 % bei rund 2,3 Mio. Fluggästen. Wachstumstreiber waren 2018 die neuen Destinationen in Polen, Rumänien, Ungarn, der Republik Moldau, dem Kosovo, Österreich und der Ukraine. DSW21 gleicht in 2018 einen Verlust in Höhe von - 14,1 Mio. € (Vj.: - 13,7 Mio. €) aus. Gegenüber dem Plan entspricht dies aber einer Verbesserung von über 1 Mio. €. Bei der zukunftsrelevanten Größe, dem EU-EBITDA, liegt dieser Wert bei - 1,9 Mio. € (Vj.: - 2,2 Mio. €).

Energie- und Wasser-Beteiligungen: DEW21 im Plan, Gelsenwasser stabil

DSW21 weist im Zeitraum Januar bis Dezember eine Ergebnisübernahme von DEW21 in Höhe von 41 Mio. € (Vj.: 45 Mio. €) aus. Aufgrund höherer Steuerumlagen fällt die Ergebnisübernahme um 2 Mio. € besser aus als geplant.

Die Umsatzerlöse lagen in Summe mit 735 Mio. € um 25 Mio. € über Plan. Insbesondere höhere Handelsumsätze bei Strom und Gas, höhere Absätze im Geschäftskundenbereich Strom und Gas sowie mengenbedingt höhere Absätze beim Wasser führten zu Umsatzsteigerungen.

Aus der Beteiligungsgesellschaft der Gelsenwasser AG, der Wasser und Gas Westfalen (WGW), an der DSW21 und die Stadtwerke Bochum mit jeweils 50 % beteiligt sind, konnte, wie im Vorjahr, auch in 2018 ein Beteiligungsertrag in Höhe von rund 33 Mio. € erzielt werden. Die Gelsenwasser-Beteiligung ist für DSW21 dank der guten Geschäftsentwicklung und dem zügigen und konsequenten Schuldenabbau der WGW zu einem nachhaltigen Stabilitätsfaktor geworden.

Wie erwartet, hat DSW21 keinen Beteiligungsertrag aus der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft (KSBG) erhalten. Hier sind alle Anteile der einzelnen Konsortialpartner an der STEAG gebündelt. Die Ergebnisabführung von STEAG in Höhe von 45 Mio. € wird auf Ebene der KSBG ausschließlich für die Finanzierungskosten verwendet. Insgesamt wurden seit dem Erwerb der STEAG rund 330 Mio. € der ursprünglichen KSBG-Darlehen getilgt. Auch 2019 wird eine Ergebnisabführung in Höhe von 45 Mio. € an die KSBG erwartet.

Die KEB Holding AG hält als Tochterunternehmen von DSW21 über 23 Mio. RWE-Aktien. DSW21 hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Ertrag aus der Dividendenausschüttung in Höhe von fast 30 Mio. € erzielt. Für das RWE-Geschäftsjahr 2018 erwartet DSW21 in 2019 eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,70 € je Aktie.

Lebensräume: d-Port21 – eine neue Tochter im Konzern

DSW21 hat im Geschäftsjahr 2018 die d-Port Entwicklungsgesellschaft mbH, kurz d-Port21, gegründet. Aufgabe der Gesellschaft ist die Entwicklung der nördlichen Speicherstraße und die damit verbundene städtebauliche Öffnung des Hafenquartiers. Die im Eigentum der Gesellschaft befindliche 50.000 m² große Fläche wird in den größeren Entwicklungskontext zur südlichen Speicherstraße am Schmiedinghafen integriert. So entstehen hier neue Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten für die angrenzende Nordstadt und gleichzeitig ein modernes urbanes Zukunftsquartier für die Region. Mit der besonderen Lage am Wasser bietet der Hafen ein enormes Entwicklungspotenzial für bis zu 5.000 neue Arbeitsplätze.

Die DSW21-Tochter DOGEWO21 erzielte im Geschäftsjahr 2018 ein Jahresergebnis von 5,9 Mio. € (Vj.: 4,3 Mio. €). Zugleich investierte das Dortmunder Wohnungsunternehmen rund 36 Mio. € in den Neubau sowie in die Modernisierung und Instandhaltung von Beständen. An das Mutterunternehmen DSW21 wurden nach Rücklagenbildung 2,0 Mio. € ausgeschüttet.
Dortmund Logistik hat alle Flächen auf der ehemaligen Sinteranlage (Westfalenhütte) vermarktet, rund 50 % der Entwicklungsfläche wurden schon an die Investoren übergeben. 2022 wird die restliche Fläche übergeben.

Im Entwicklungsgebiet Hohenbuschei sind alle Wohnbauflächen vermarktet.
Nach Abbruch des letzten Kasernengebäudes und Planierung des Grundstücks
soll ein rund 8.600 m² Gewerbegrundstück an den BVB verkauft werden. Bereits veräußert wurde ein etwa 2.250 m² großes Gewerbegrundstück, auf dem ein
Investor eine weitere Kindertageseinrichtung auf dem Areal errichtet.

Datennetze: Telekommunikationsdienstleister DOKOM21 weiter erfolgreich

DOKOM21 hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von 4,4 Mio. € (Vj.: 6,2 Mio. €) erzielt. Davon verbleiben 4,1 Mio. € (Vj.: 5,7 Mio. €) bei DSW21. Die Vermarktungserfolge in den Bereichen Kabel-TV für die Wohnungswirtschaft sowie Rechenzentrumsleistungen für Geschäftskunden und Netzkunden sorgen für positive Ergebnisse in ähnlicher Höhe.
Verantwortung vor Ort: 110,1 Mio. € Leistungen für die Stadt Dortmund

Auch in 2018 hat die DSW21-Gruppe erhebliche Beiträge zur infrastrukturellen Verbesserung sowie zur Entlastung des städtischen Haushaltes beigetragen. Im Jahr 2018 beliefen sie sich wiederum auf rd. 110,1 Mio. €. Sie betrafen die Finanzierung des ÖPNV und des Flughafens sowie die Zahlung der Konzessionsabgabe. Zahlreiche Spenden und Sponsoring-Maßnahmen im Wesentlichen für kulturelle und soziale Zwecke kommen noch hinzu.

Ausblick: ÖPNV-Investitionen und Pensionsrückstellungen bleiben eine Herausforderung

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurde im Geschäftsjahr 2018 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, welches auch auf die Effekte des »Projekts Zukunft« zurückzuführen ist. Dennoch steht DSW21 auch in den folgenden Jahren weiterhin vor großen Herausforderungen: Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt müssen im Zeitraum von 2019 bis 2023 die Pensionsrückstellungen um insgesamt rund 140 Mio. € erhöht werden. Außerdem wird DSW21 massiv in Fahrzeuge (Bahnen und Busse) und in die Verkehrsinfrastruktur investieren müssen. So fließt alleine ein dreistelliger Millionen-Betrag in den Kauf von bis zu 26 neuen Stadtbahn-Wagen und in die Runderneuerung von 64 Stadtbahn-Wagen.

Um diese Herausforderungen meistern zu können, hat DSW21 bereits im Geschäftsjahr 2017 wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Durch die Einbringung der DEW21-Anteile in die neu gegründete Dortmunder Stadtwerke Beteiligungsgesellschaft mbH Ende 2017 konnten stille Reserven in Höhe von rund 239 Mio. € gehoben werden. Hierdurch besteht ein solides Eigenkapitalpolster für die Zukunft.

Das Projekt Zukunft konnte mit einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung in Höhe von 27,5 Mio. € abgeschlossen werden. Hinzukommen 6,5 Mio. € als einmaliger Ergebnisbeitrag von der Gesellschaft »Westfalentor 1«. Konkrete Weichen für die »Leistungsoptimierung Stufe 2« wurden gestellt. Mit einer Optimierung des Liniennetzes – voraussichtlich 2020 – werden steigende Fahrgastzahlen und dadurch zusätzliche Einnahmen erwartet.

Maßgeblich zur Ergebnisverbesserung beigetragen haben die umgesetzten
Personalkonzepte: Durch den Interessenausgleich (Vorruhestand und Altersteilzeit) und weitere sozialverträgliche Maßnahmen konnten letztlich im Verwaltungs- und Werkstatt-Bereich 106 Stellen mittelfristig abgebaut werden.

Kennzahlen zum vorläufigen Jahresergebnis der DSW21 AG (keine Gewähr - reine Pressezahlen) 
Umsatzerlöse & Erträge 169,8 Mio Euro                   
Materialaufwand  57,9  Mio Euro                                       
Betriebsergebnis Verkehr - 55,7 Mio Euro                    
Jahresergebnis vor  Steuern u. Zinsen (EBIT)  57,4 Mio Euro                     
Bilanzsumme 31.12. in Milliarden  € 1,9                                   

davon Aktiva (in Mio. €)
Sachanlagen  154                       
Finanzanlagen  1.595                    

davon Passiva (in Mio. €)
Eigenkapital 820                      
Pensionsrückstellungen 475                      

                   
Mitarbeiter  1.862 , 52 davon Auszubildende  

Geschäftsjahr 2018
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Verantwortung vor Ort: 110,1 Mio. € Leistungen für die Stadt Dortmund

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